{"id":966,"date":"2015-12-03T08:53:32","date_gmt":"2015-12-03T08:53:32","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=966"},"modified":"2015-12-03T08:57:52","modified_gmt":"2015-12-03T08:57:52","slug":"haeuser-fuer-fluechtlinge-leicht-bauen-ist-ziemlich-schwer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/haeuser-fuer-fluechtlinge-leicht-bauen-ist-ziemlich-schwer\/","title":{"rendered":"H\u00e4user f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge: Leicht bauen ist ziemlich schwer"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"body\">Mit bis zu 30.000 einfachen Wohnungen wollte der Senat m\u00f6glichst schnell Unterk\u00fcnfte schaffen. Nun zeigt sich: Das wird l\u00e4nger dauern als geplant.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"article first odd\">Der Bau der sogenannten Modularen Unterk\u00fcnfte f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge (MUF) wird sich deutlich verz\u00f6gern: Von den 60 daf\u00fcr n\u00f6tigen Standorten ist bisher nur ein Teil gefunden. Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) hatte zuletzt von der Fertigstellung von bis zu 30.000 Wohnpl\u00e4tzen im kommenden Jahr gesprochen. Finanzstaatssekret\u00e4rin Margaretha Sudhof (SPD) sagte dagegen bei einer Pressekonferenz am Dienstag, sie rechne mit der Fertigstellung der ersten Unterkunft \u201evor dem n\u00e4chsten Winter\u201c. 51 Grundst\u00fccke seien zwar bislang als grunds\u00e4tzlich \u2013 also von Gr\u00f6\u00dfe und Lage her \u2013 geeignet befunden worden. Doch bis zu deren Bebauung sind noch zahlreiche Probleme zu kl\u00e4ren, betonte Sudhof.<\/p>\n<p class=\"article even\">An den Standorten sollen Unterk\u00fcnfte f\u00fcr jeweils bis zu 500 Menschen entstehen. Die in modularer Bauweise errichteten Geb\u00e4ude sollen zun\u00e4chst als Gemeinschaftsunterk\u00fcnfte genutzt und sp\u00e4ter zumindest teilweise mit niedrigem Aufwand zu Wohnungen umgebaut werden. Diese sollen dann nicht nur Fl\u00fcchtlingen, sondern allen Wohnungssuchenden zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<h6>Viel Kl\u00e4rungsbedarf<\/h6>\n<p class=\"article odd\">Doch von den 51 Grundst\u00fccken, die eine im September eingerichtete Arbeitsgruppe zur Standortsuche als grunds\u00e4tzlich geeignet identifiziert hat, gibt es in 16 F\u00e4llen noch \u201epolitischen Kl\u00e4rungsbedarf\u201c: zum Beispiel mit den Bezirken, in deren Besitz sich die meisten der gepr\u00fcften Grundst\u00fccke befinden. In anderen F\u00e4llen sind Fragen des Naturschutzes oder bestehender Bebauungspl\u00e4ne zu kl\u00e4ren. In vier F\u00e4llen steht schon fest, dass dort zwar tempor\u00e4r bewohnte Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte gebaut werden, diese aber aus baurechtlichen Gr\u00fcnden sp\u00e4ter nicht in Wohnungen verwandelt werden k\u00f6nnen. Das h\u00e4lt Staatssekret\u00e4rin Sudhof nach derzeitigem Informationsstand der Arbeitsgruppe nur in \u201eetwa einem Drittel\u201c der F\u00e4lle f\u00fcr m\u00f6glich. Denn das Baurecht erlaubt Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte auch an Orten, an denen Wohnungsbau nicht genehmigt wird.<\/p>\n<p class=\"article even\">Die Arbeitsgruppe, die gegr\u00fcndet wurde, weil die hohen Fl\u00fcchtlingszahlen das Land nicht nur vor akute Unterbringungsprobleme stellen, sondern auch langfristig den Bau neuer Wohnungen erfordern, hat insgesamt 5.514 Grundst\u00fccke angeboten bekommen. Die geh\u00f6ren zu gut drei Vierteln den Bezirken, 680 der Bundesanstalt f\u00fcr Immobilienaufgaben (BImA) und 488 der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM).<\/p>\n<p class=\"article odd\">Knapp 200 sind im Besitz landeseigener Unternehmen oder privater Eigent\u00fcmerInnen. 92 Prozent hat die Arbeitsgruppe sofort als ungeeignet ausschlie\u00dfen k\u00f6nnen: Sie seien zu klein, bebaut, planungsrechtlich nicht geeignet oder f\u00fcr andere Zwecke vorgesehen. In anderen F\u00e4llen behindern Denkmal- oder Naturschutz, n\u00f6tiger Abriss alter Bebauung oder bestehende Bebauungspl\u00e4ne schnellen Neubau. So muss etwa auch der Abriss alter Bauten europaweit ausgeschrieben werden.<\/p>\n<h6>Lebt da eine Eidechse?<\/h6>\n<p class=\"article even\">\u201eUnd lebt die Zauneidechse auf dem Gel\u00e4nde, k\u00f6nnen wir erst im Sommer pr\u00fcfen, ob Bebauung m\u00f6glich ist\u201c, sagte Petra Hildebrandt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Wohnbauten- und Beteiligungsgesellschaft, einer Tochter der st\u00e4dtischen Wohnungsgesellschaft Stadt und Land, und Leiterin der Arbeitsgruppe. Denn die Echse halte derzeit Winterschlaf.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Die meisten der potenziellen Bauorte befinden sich in Buch, Hohensch\u00f6nhausen, Spandau und Marzahn. Als Baukosten f\u00fcr die drei- bis f\u00fcnfgeschossigen Geb\u00e4ude nannte Sudhofff 2.000 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter. Es sollen standardisierte Entw\u00fcrfe aus Fertigbauteilen umgesetzt werden. \u201eBodentiefe Fenster wird es nicht geben\u201c, so die Staatssekret\u00e4rin. Sp\u00e4tere Mieten verortete sie im \u201eunteren Preissegment\u201c. Dies lie\u00dfe sich jedoch nicht auf Jahre voraussagen. Bausenator Geisel will in die Neubauten mehr als 600 Millionen Euro investieren.<\/p>\n<p class=\"article odd\">\n<p class=\"article odd\">\n<p class=\"article odd\"><strong><span style=\"font-size: 14pt;\"><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Haeuser-fuer-Fluechtlinge\/!5252659\/\" target=\"_blank\">Quelle: taz<\/a><\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit bis zu 30.000 einfachen Wohnungen wollte der Senat m\u00f6glichst schnell Unterk\u00fcnfte schaffen. Nun zeigt sich: Das wird l\u00e4nger dauern als geplant. &nbsp; &nbsp; Der Bau der sogenannten Modularen Unterk\u00fcnfte f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge (MUF) wird sich deutlich verz\u00f6gern: Von den 60 daf\u00fcr n\u00f6tigen Standorten ist bisher nur ein Teil gefunden. 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