{"id":953,"date":"2015-10-23T09:39:25","date_gmt":"2015-10-23T09:39:25","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=953"},"modified":"2015-10-23T09:41:33","modified_gmt":"2015-10-23T09:41:33","slug":"fluechtlinge-in-berlin-charite-operiert-bald-am-lageso","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/fluechtlinge-in-berlin-charite-operiert-bald-am-lageso\/","title":{"rendered":"Fl\u00fcchtlinge in Berlin: Charit\u00e9 operiert bald am Lageso"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"body\">Sozialsenator Czaja will eine Kooperation mit dem Klinikkonzern \u00fcber den Einsatz von \u00c4rztInnen am Lageso aushandeln.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"article first odd\">\u00c4rzte, die sich am Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Soziales (Lageso) in Moabit um die wartenden Fl\u00fcchtlinge k\u00fcmmern, sollen nach dem Willen von Sozialsenator Mario Czaja (CDU) in Zukunft daf\u00fcr bezahlt werden. Man befinde sich \u201ein Verhandlungen\u201c mit der Charit\u00e9 \u00fcber eine m\u00f6gliche Kooperation, best\u00e4tigte die Senatsverwaltung f\u00fcr Soziales am Mittwoch entsprechende Medienberichte.<\/p>\n<p class=\"article even\">Derzeit arbeiten ausschlie\u00dflich ehrenamtliche \u00c4rzte, Rettungsassistenten und Hebammen an der Erstaufnahmestelle in der Turmstra\u00dfe \u2013 unter spartanischen Bedingungen. Zun\u00e4chst stand nur ein Behandlungszelt ohne feste Bodenplatten f\u00fcr die rund 200 PatientInnen pro Tag zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Inzwischen gibt es immerhin einen Behandlungsraum im Lageso-Geb\u00e4ude mit Desinfektionsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die H\u00e4nde und mobilen Trennw\u00e4nden. Der Pr\u00e4sident der Berliner \u00c4rztekammer, G\u00fcnther Jonitz, fand diese Woche dennoch harte Worte f\u00fcr die Lage vor dem Lageso: Asozial, inhuman, Dritte Welt sei das.<\/p>\n<p class=\"article even\">Das Gepolter des \u00c4rztekammer-Chefs hat nun offenbar bei dem zust\u00e4ndigen Sozialsenator Mario Czaja (CDU) einiges an Energien freigesetzt. \u201eWir haben nun die Unterst\u00fctzung und die Zusage vom Regierenden B\u00fcrgermeister und vom Finanzsenator bekommen, dass wir einen Vertrag mit der Charit\u00e9 abschlie\u00dfen k\u00f6nnen\u201c, sagte Czaja am Mittwoch dem RBB.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Wie schnell ein solcher Vertrag aber nun tats\u00e4chlich zustande kommen wird, wurde am Mittwoch dann zunehmend unklar. Zumindest gab es offenbar seitens der Charit\u00e9 weitaus mehr Gespr\u00e4chsbedarf, als man beim Senat zun\u00e4chst angenommen hatte.<\/p>\n<p class=\"article even\">Am Morgen hatte es aus Czajas Verwaltung zun\u00e4chst noch gehei\u00dfen, man sei guter Dinge, Details der geplanten Kooperation noch am Nachmittag bekannt geben zu k\u00f6nnen. Das sah man seitens der Charit\u00e9 offenbar ganz anders: \u201eDie Charit\u00e9 pr\u00fcft auf Wunsch des Senats weitere Aktivit\u00e4ten\u201c, sagte eine Sprecherin knapp. Details seien aber noch vollkommen unklar.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Bei den \u201eDetails\u201c k\u00f6nnte es vor allem darum gehen, wie viel das Land genau f\u00fcr die Bezahlung der \u00c4rzte, Materialkosten, Medikamente bereitstellen will. \u201eDas war jetzt nur ein erstes Sondierungstreffen, bei dem alle Beteiligten ihren guten Willen f\u00fcr diese Kooperationsidee bekundet haben\u201c, sagte auch die stellvertretende Vorsitzende des Berliner Hebammenverbands, Simone Logar, der taz. Logar war als eine Vertreterin der Ehrenamtlichen bei der gestrigen ersten Verhandlungsrunde dabei.<\/p>\n<p class=\"article even\">Auch in Kreisen der B\u00fcrgerinitiative Moabit hilft!, die ebenfalls bei den Verhandlungen dabei war, entstand der Eindruck: In den n\u00e4chsten Wochen werde wohl \u201ealles beim Alten\u201c bleiben.<\/p>\n<h6>An der Belastungsgrenze<\/h6>\n<p class=\"article odd\">Czaja indes k\u00f6nnte eine rasche Positivmeldung gut gebrauchen. Der Sozialsenator musste in den letzten Wochen heftige Kritik wegen der chaotischen Zust\u00e4nde in der Turmstra\u00dfe einstecken.<\/p>\n<p class=\"article even\">Rund 500 Fl\u00fcchtlinge kommen derzeit t\u00e4glich in Berlin an. Hunderte warten jeden Tag am Lageso auf eine \u201evorl\u00e4ufige\u201c Schnellregistrierung \u2013 auch wenn die regul\u00e4re Erstaufnahme inzwischen in der Lageso-Au\u00dfenstelle in der Bundesallee stattfindet. Eine Ma\u00dfnahme, mit der man seitens des Senats gehofft hatte, die Warteschlangen in Moabit zu lichten.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Die ehrenamtlichen HelferInnen f\u00fchlen sich denn auch weiterhin am Rand ihrer Belastungsgrenze: Vier \u00c4rzte, ein Assistent und eine Hebamme seien derzeit im 2-Schichten-System im Einsatz, sagt Diana Henniges von Moabit hilft!, die f\u00fcr die Caritas auch den Einsatz der Mediziner koordiniert. \u201eWir haben bei den Gespr\u00e4chen heute mit Senat und Charit\u00e9 auch noch mal ganz klar gesagt: Bis Ende des Jahres schaffen wir das so nicht mehr\u201c, sagt auch Hebamme Simone Logar. \u201eWir machen das ja alle neben unseren normalen Jobs.\u201c<\/p>\n<p class=\"article odd\">\n<p class=\"article odd\"><span style=\"font-size: 18pt;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Fluechtlinge-in-Berlin\/!5241125\/\" target=\"_blank\">Quelle: taz<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sozialsenator Czaja will eine Kooperation mit dem Klinikkonzern \u00fcber den Einsatz von \u00c4rztInnen am Lageso aushandeln. &nbsp; \u00c4rzte, die sich am Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Soziales (Lageso) in Moabit um die wartenden Fl\u00fcchtlinge k\u00fcmmern, sollen nach dem Willen von Sozialsenator Mario Czaja (CDU) in Zukunft daf\u00fcr bezahlt werden. 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