{"id":928,"date":"2015-10-06T15:26:20","date_gmt":"2015-10-06T15:26:20","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=928"},"modified":"2015-10-06T15:26:20","modified_gmt":"2015-10-06T15:26:20","slug":"aufruf-zur-protestkundgebung-gegen-die-todesstrafe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/aufruf-zur-protestkundgebung-gegen-die-todesstrafe\/","title":{"rendered":"Aufruf zur Protestkundgebung gegen die todesstrafe"},"content":{"rendered":"<p><strong>Aufruf zur Protestkundgebung vor iranischer Botschaft in Berlin<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zum Anlass des internationalen Tages gegen die Todesstrafe am 10. Oktober<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wir fordern die sofortige Annullierung aller Todesurteile<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Islamische Republik f\u00fchrt auch in diesem Jahr die besch\u00e4mende Liste der Staaten mit den meisten Hinrichtungen, gemessen an der Bev\u00f6lkerungszahl, an. Hinrichtungen und physische Vernichtung sind eng mit der Essenz der Islamischen Republik verwoben. Nach der Einigung in den Atomverhandlungen ist der Druck auf politische und gesellschaftliche Aktivisten gestiegen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind im Jahr 2014 mindestens 743 Menschen und im laufenden Jahr mehr als 700 Menschen in Iran hingerichtet worden. Doch die tats\u00e4chlichen Zahlen d\u00fcrften weit h\u00f6her liegen. Unterdr\u00fcckung, Gewalt und Terror seitens des Staates besteht seit den Anf\u00e4ngen des diktatorischen Regimes nach der Revolution von 1979 fort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Mord an Shahrokh Zamani im Gef\u00e4ngnis in September 2015 war nicht der erste Fall, in dem ein Gefangener in den Gef\u00e4ngnissen des Regimes zum Tode kommt, und es wird nicht der letzte Fall sein. Zamanis Vergehen war der Einsatz f\u00fcr das Recht auf Gewerkschaftsbildung und der Kampf f\u00fcr ein besseres Leben. Das Regime verhaftet systematisch politische und gesellschaftliche Aktivisten und setzt sie im Gef\u00e4ngnis unter Druck. So wird verhindert, dass Rasoul Bedaghi, Mitglied des Lehrer-Verbands und Bahareh Hedayat, studentische Aktivistin und Menschenrechtsaktivistin, freikommen. Hedayat wurde wegen \u201everbotene Aktivit\u00e4ten gegen die nationale Sicherheit\u201c zur 10 Jahren Haft verurteilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es besteht die akute Gefahr, dass einige politische Gefangene, die zum Tode verurteilt worden sind, hingerichtet werden. Sirvan Nejavi, kurdischer politischer Gefangener wurde im Jahr 2011 mit Ebrahim Isapour wegen Mitgliedschaft in Pejak verhaftet und nach einem Jahr und ohne anwaltlichen Beistand zum Tode verurteilt. Nejavi und Isapour sind im Januar dieses Jahres zwecks Vollstreckung des Todesurteils vom Gef\u00e4ngnis in Urumieh nach Tabriz verlegt worden. Nejavi wurde in August 2015 in Tabriz hingerichtet. Isapour ist nach Urumieh zur\u00fcckverlegt worden, ihm droht weiterhin die Hinrichtung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im vergangenen \u200cJahr wurden 14 Jugendliche, die zur Tatzeit minderj\u00e4hrig waren, hingerichtet. Einer von ihnen war afghanischer Staatsb\u00fcrger und wurde in Isfahan hingerichtet. In den letzten 10 Jahren wurden 72 Minderj\u00e4hrige in Iran hingerichtet. Auch in diesem Bereich belegt Iran einen der vorderen Pl\u00e4tze in der traurigen Liste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir sorgen uns um das Leben von allen politischen bzw. Gesinnungsgefangenen wie Sadigheh Moradi,Behnam Ebrahimzadeh, , Reza Shahabi, Said Shirzad. Zeynab Jalalian, Yashar Daralshafa, Zaniar und Loghman Moradi, Rasoul BEdaghi. Wir sorgen uns auch um das Leben von den Derwischen in Gonabad, den Bahai Gefangenen, den verhafteten Journalisten und allen Gefangenen, f\u00fcr die Todesurteile ausgesprochen worden sind. Letztes Jahr hatten wir unsere Sorge bez\u00fcglich Shahrokh Zamani ge\u00e4u\u00dfert. Diese Sorgen sind nicht Grundlos.<\/p>\n<p>Solange die Meinung-, Versammlung- und Redefreiheit, die Trennung von Staat und Religion, die Gleichberechtigung von M\u00e4nnern und Frauen, die Abschaffung der Kleidervorschriften f\u00fcr Frauen usw. in Iran nicht institutionalisiert werden, wird sich das System von Gef\u00e4ngnis, Hinrichtung und Folter reproduzieren. Mit einem Wort: Solange das Regime der Islamischen Republik fortbesteht, bestehen auch Folter und Hinrichtung fort.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum 10. Oktober verlangen wir wiederholt die Abschaffung der Todesstrafe und die Freilassung aller politischen Gefangenen und rufen alle Menschen, die sich f\u00fcr Menschenrechte einsetzen, dazu auf, an diesem Tag zusammen mit uns gegen die Todesstrafe auf der Welt zu protestieren. Wir d\u00fcrfen nicht zulassen, dass die systematische Verletzung von Menschenrechten in Iran in Vergessenheit ger\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zeit: Samstag, 10 Oktober 2015, um 15 Uhr<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ort: Gegen\u00fcber der Botschaft der Islamischen Republik Iran, <\/strong><strong>Podbielskialle 67, Berlin Dahlem,U3-<\/strong> <strong>Podbielskialle<\/strong><\/p>\n<p>Veranstalter:<\/p>\n<p>Komitee zur Unterst\u00fctzung von politischen Gegangenen in Iran- Berlin e.V.<\/p>\n<p>Verein Iranischer Fl\u00fcchtlinge in Berlin e.V.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufruf zur Protestkundgebung vor iranischer Botschaft in Berlin \u00a0 Zum Anlass des internationalen Tages gegen die Todesstrafe am 10. 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