{"id":891,"date":"2015-08-19T06:33:58","date_gmt":"2015-08-19T06:33:58","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=891"},"modified":"2015-08-19T06:33:58","modified_gmt":"2015-08-19T06:33:58","slug":"helfer-wollen-mehr-hilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/helfer-wollen-mehr-hilfe\/","title":{"rendered":"Helfer wollen mehr Hilfe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Die ehrenamtliche Hilfe vor dem Lageso bekommt professionelle Unterst\u00fctzung: aber nicht ausreichend, sagen Helfer vor Ort. Zwei neue Unterk\u00fcnfte sind schon belegt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Die Caritas soll zun\u00e4chst die Koordinierung der ehrenamtlichen HelferInnen vor dem Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Soziales (Lageso) \u00fcbernehmen. Das habe der vom Senat vergangene Woche eingerichtete \u201eKoordinierungsstab Fl\u00fcchtlingsmanagement\u201c am Montag beschlossen, teilte die Senatsverwaltung f\u00fcr Soziales am selben Tag mit.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Vor dem Amt, dass f\u00fcr die Versorgung von Fl\u00fcchtlingen zust\u00e4ndig ist, versorgen seit Tagen Ehrenamtliche die Asylsuchenden mit Wasser und Essen. Die Fl\u00fcchtlinge m\u00fcssen bei br\u00fctender Hitze und nun auch bei Regen teils tagelang vor der \u00fcberlasteten Beh\u00f6rde auf die Annahme ihrer Antr\u00e4ge warten. Erst danach werden sie mit Unterk\u00fcnften, Krankenscheinen und finanzieller Hilfe versorgt. Hintergrund ist das Steigen der Fl\u00fcchtlingszahlen: 11.500 Schutzsuchende kamen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nach Berlin. Im Juli waren es gut 4.000 Menschen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Da auch die Zahl der Unterk\u00fcnfte nicht ausreicht, hat der Senat die Er\u00f6ffnung neuer Fl\u00fcchtlingsheime beschleunigt. Die am vergangenen Wochenende neu er\u00f6ffnete Notunterkunft in ehemaligen Telekom-Geb\u00e4uden in Karlshorst meldete bereits am Freitag, dass niemand mehr aufgenommen werden k\u00f6nne. Insgesamt 971 Menschen, darunter 222 Minderj\u00e4hrige, sind in der vom Roten Kreuz betriebenen Einrichtung untergebracht, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr 300 Fl\u00fcchtlinge vorgesehen war. Der Bedarf ist jedoch h\u00f6her.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">An diesem Wochenende wurde das leer stehende Rathaus Wilmersdorf als Fl\u00fcchtlingsheim hergerichtet. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als Betreiber hatte dabei ausdr\u00fccklich zu Spenden und ehrenamtlicher Mithilfe etwa beim Aufbau der M\u00f6bel aufgerufen. Das habe \u201ehervorragend geklappt\u201c, sagt Karsten Hackradt, Fachdienstleiter Katastrophenhilfe beim ASB: \u201eWir haben bereits ein Kinderspielzimmer, ab morgen gibt es Deutsch- und Eng\u00adlischunterricht.\u201c Duschen hat das Haus jedoch noch nicht. Die sollten am Montagnachmittag kommen, so Hackradt: \u201eDann kann die Belegung von 350 auf 500 Menschen aufgestockt werden.\u201c Sowohl in Karlshorst wie in Wilmersdorf nehmen mobile Teams des Lageso die Antr\u00e4ge der Fl\u00fcchtlinge vor Ort auf.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Die B\u00fcrgerinitiative \u201eMoabit hilft\u201c, die die ehrenamtliche Hilfe vor dem Lageso bislang koordiniert, klagt derweil weiter \u00fcber \u201eersch\u00fctternde Zust\u00e4nde\u201c auf dem Gel\u00e4nde. Der Regierende B\u00fcrgermeister Michael M\u00fcller (SPD), Sozialsenator Mario Czaja (CDU) und Lageso-Chef Franz Allert lie\u00dfen die Lage \u201eweiter eskalieren\u201c, hei\u00dft es in einer Presseerkl\u00e4rung von Montag. \u201eWir haben die Nachricht bekommen, dass ab Dienstag hier zwei bis drei Leute f\u00fcr das Platzmanagement vor Ort sein sollen\u201c, so Laszlo Hubert von \u201eMoabit hilft\u201c. \u201eDoch wir wissen nicht, welches Konzept sie haben und was der Auftrag an die Caritas konkret umfasst.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Immerhin seien bis zu hundert ehrenamtliche HelferInnen t\u00e4glich am Lageso im Einsatz. In einem K\u00fcchenwagen wird gekocht. Auch \u00c4rzte und Sanit\u00e4ter seien mittlerweile dort: \u201eEbenfalls ehrenamtlich\u201c, so Hubert. Ein Gespr\u00e4ch der B\u00fcrgerinitiative mit dem Lageso \u00fcber das geplante Platzmanagement sei abgesagt worden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Auf der Website \u201eberlin-\u00adhilft-lageso.de\u201c k\u00f6nnen Interessierte sich \u00fcber Hilfsbedarf informieren. Ehrenamtliche Hilfe f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge koordiniert auch die Stiftung \u201eGute-Tat.de\u201c.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Asyl\/!5220282\/\" target=\"_blank\">Taz<\/a><\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ehrenamtliche Hilfe vor dem Lageso bekommt professionelle Unterst\u00fctzung: aber nicht ausreichend, sagen Helfer vor Ort. 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