{"id":2352,"date":"2024-11-21T16:01:23","date_gmt":"2024-11-21T16:01:23","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=2352"},"modified":"2024-11-21T16:01:23","modified_gmt":"2024-11-21T16:01:23","slug":"neue-migrantenorganisation-polyphon-der-vielfalt-eine-stimme-geben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/neue-migrantenorganisation-polyphon-der-vielfalt-eine-stimme-geben\/","title":{"rendered":"Neue Migrantenorganisation Polyphon: Der Vielfalt eine Stimme geben"},"content":{"rendered":"<p>Das neue Netzwerk \u201ePolyphon\u201c will den Diskurs \u00fcber Migration auf ein besseres Niveau heben und migrantischen Perspektiven mehr Geh\u00f6r verleihen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\">Sie wollen die Vielfalt migrantischer Erfahrungen verk\u00f6rpern, dabei mit einer Stimme sprechen und sich so (mehr) Geh\u00f6r verschaffen: Mehrere Dutzend Berliner Vereine, Initiativen und Verb\u00e4nde haben das Netzwerk \u201ePolyphon\u201c gegr\u00fcndet, das am Montag vorgestellt wurde.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\">\u201eWir wollen das Thema Migration im \u00f6ffentlichen Diskurs nicht den Rechten \u00fcberlassen, sondern Mi\u00adgran\u00adt:in\u00adnen selbst zu Wort kommen lassen\u201c, erkl\u00e4rte David H\u00e4u\u00dfer, Koordinator der \u00d6ffentlichkeitsarbeit von Polyphon. Es werde immer offenkundiger, dass Rassismus den Diskurs \u00fcber Migration bestimme, so Diana Henniges von Moabit hilft, eine der drei Spre\u00adche\u00adr:in\u00adnen der Initiative. Jedes Problem werde \u201eden Fl\u00fcchtlingen\u201c, \u201eden Migranten\u201c in die Schuhe geschoben \u2013 und immer k\u00e4men dieselben ahnungslosen Politiker zu Wort. \u201eDer Dialog geht an den Leuten vorbei, die Migration ausmachen.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-3\">Der Impuls zur Gr\u00fcndung von Polyphon ging von der Integrationsbeauftragten des Senats, Katarina Niewiedzial, aus. Sie habe Anfang des Jahres im Kontext der Correctiv-Recherchen \u00fcber die \u201eRemigrationspl\u00e4ne\u201c der AfD Migra-Organisationen eingeladen, um zu besprechen, ob man nicht aktiver werden m\u00fcsse, berichtete H\u00e4u\u00dfer. Erstes Resultat sei die \u201eW\u00e4hlen-wirkt\u201c-Kampagne gewesen, mit der das B\u00fcndnis zur Beteiligung an der Europawahl im Juni aufgerufen habe. Seither h\u00e4tten sie am Aufbau der Struktur gearbeitet.<\/p>\n<h2 id=\"42-organisationen-mit-an-bord\" class=\"typo-r-subhead headline  column pv-0  is-8-tablet mgh-auto-tablet  mobile-order-4\">42 Organisationen mit an Bord<\/h2>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\">Das Ergebnis kann man auf <a class=\"link in-text-link\" href=\"http:\/\/polyphon.berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">polyphon.berlin<\/a> besichtigen: 42 Organisationen haben sich bisher der Initiative angeschlossen. Mit dabei sind gro\u00dfe Player wie der T\u00fcrkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB), der Migrationsrat und der Fl\u00fcchtlingsrat, aber auch kleinere Gruppen wie das Great Africa Network for Women (GANW), das zu Menschenhandel und Zwangsprostitution arbeitet, oder CUSBU: CommUnities First, ein Empowerment-Projekt von und f\u00fcr BIPOC-Gefl\u00fcchtete.<\/p>\n<p>Was sie alle eint, sei die Erfahrung von Diskriminierung und Rassimus, erkl\u00e4rte Henniges. Dies und die zunehmende Diskursverschiebung mache gemeinsames Handeln immer dringlicher. Auf der Website hei\u00dft es: \u201eSch\u00e4rfere Sanktionen, mehr Abschiebungen, mehr Kriminalisierung, Abschottung und Ausgrenzung. Die Verhinderung und Einschr\u00e4nkung von Teilhabe an der Gesellschaft durch rigide Gesetze sind eine Gef\u00e4hrdung f\u00fcr den sozialen Zusammenhalt wie auch ein friedliches Zusammenleben.\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\">Eine konkrete Forderung von Polyphon an die Berliner Landespolitik ist die Einrichtung einer Art Runden Tisches zur Migration. In anderen Bundesl\u00e4ndern, etwa Hamburg, gebe es schon l\u00e4ngst \u201einstitutionalisierte Runden zum regelm\u00e4\u00dfigen Austausch der Politik mit Migrationsverb\u00e4nden\u201c, sagte Henniges.<\/p>\n<div class=\"column is-12 pv-0 mgt-0 webelement-wrapper webelement_adzone webelement-pos-7 mobile-order-10\" data-pos=\"7\" data-for=\"webelement_adzone\"><\/div>\n<h2 id=\"sprechf-hig-machen\" class=\"typo-r-subhead headline  column pv-0  is-8-tablet mgh-auto-tablet  mobile-order-11\">Sprechf\u00e4hig machen<\/h2>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\">Ein weiteres Ziel von Polyphon sei, mehr Mi\u00adgran\u00adt:in\u00adnen \u201esprechf\u00e4hig\u201c machen, erkl\u00e4rte Ed Greve vom Migrationsrat, zweiter Sprecher des neuen B\u00fcndnisses. Dies geschehe vor allem durch Medientrainings, die schon jetzt vom Migrationsrat angeboten w\u00fcrden. Man wolle aber auch versuchen, gemeinsame Positionen zu \u201egro\u00dfer Politik\u201c zu finden, erg\u00e4nzte Hamid Nowzari vom Verein Iranischer Fl\u00fcchtlinge als dritter Sprecher von Polyphon. Im anstehenden Bundestagswahlkampf etwa k\u00f6nnte man dar\u00fcber reden, \u201ewie eine humanistische Au\u00dfenpolitik aussehen soll\u201c. Es werde sicher nicht immer nur eine Meinung im B\u00fcndnis geben, \u201eaber es geht auch darum, die Vielfalt auszuhalten\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\">Der erste Zusammenschluss dieser Art ist Polyphon nicht. So ist der Migrationsrat, der nun Teil des neuen B\u00fcndnisses ist, selbst ein Dachverband diverser Organisationen. Neu sei allerdings, so Greve, dass die Senatsverwaltung f\u00fcr Integration das neue Netzwerk von Beginn an unterst\u00fctze, indem sie zwei halbe Stellen f\u00fcr die Koordination bezahle.<\/p>\n<div class=\"column is-12 pv-0 mgt-0 webelement-wrapper webelement_adzone webelement-pos-10 mobile-order-14\" data-pos=\"10\" data-for=\"webelement_adzone\"><\/div>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-15\">Zudem wandele sich Migration stetig, daher sei es gut, mit neuen B\u00fcndnissen zu reagieren, erg\u00e4nzte Henniges. \u201eDurch den Ukraine-Krieg zum Beispiel sind wieder neue Fl\u00fcchtlingsgruppen gekommen. Wir sind ein offenes Netzwerk, das weiter wachsen will.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/taz.de\/Neue-Migrantenorganisation-Polyphon\/!6047059\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Quelle: taz<\/strong><\/span><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das neue Netzwerk \u201ePolyphon\u201c will den Diskurs \u00fcber Migration auf ein besseres Niveau heben und migrantischen Perspektiven mehr Geh\u00f6r verleihen. Sie wollen die Vielfalt migrantischer Erfahrungen verk\u00f6rpern, dabei mit einer Stimme sprechen und sich so (mehr) Geh\u00f6r verschaffen: Mehrere Dutzend Berliner Vereine, Initiativen und Verb\u00e4nde haben das Netzwerk \u201ePolyphon\u201c gegr\u00fcndet, das am Montag vorgestellt wurde. 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