{"id":2329,"date":"2024-09-20T11:59:33","date_gmt":"2024-09-20T11:59:33","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=2329"},"modified":"2024-09-20T11:59:33","modified_gmt":"2024-09-20T11:59:33","slug":"iran-verfolgte-menschen-brauchen-schutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/iran-verfolgte-menschen-brauchen-schutz\/","title":{"rendered":"Iran: Verfolgte Menschen brauchen Schutz!"},"content":{"rendered":"<div>Vor zwei Jahren wurde Jina Mahsa Amini im Iran ermordet. Eine gro\u00dfe Protestwelle gegen das Mullah-Regime war die Folge und viele westliche Politiker*innen haben damals gro\u00dfe Worte der Unterst\u00fctzung gefunden \u2013 aber passiert ist wenig. PRO ASYL hat sich w\u00e4hrenddessen im Stillen um die direkte Hilfe f\u00fcr verfolgte Menschen aus dem Iran gek\u00fcmmert:<\/div>\n<div>\n<div>\n<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \">\n<div class=\"wpb_wrapper\">\n<ul>\n<li>Unsere internationale Rechtshilfe <strong>verhindert vor allem in der T\u00fcrkei Abschiebungen von Oppositionellen zur\u00fcck in den\u00a0Iran.<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \">\n<div class=\"wpb_wrapper\">\n<ul>\n<li>Mit unserem Netzwerk erreichen wir regelm\u00e4\u00dfig <strong>humanit\u00e4re Aufnahmen in europ\u00e4ischen und anderen Staaten und eine vern\u00fcnftige medizinische Behandlung<\/strong> f\u00fcr Menschen, die bei den Protesten schwer verletzt wurden. In den letzten Monaten konnten wir so gemeinsam mit engagierten Einzelpersonen und iranischen Aktivist*innen bereits \u00fcber 50 Schutzsuchenden aus dem Iran helfen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"wpb_text_column wpb_content_element \">\n<div class=\"wpb_wrapper\">\n<ul>\n<li>Und auch in Deutschland stehen wir verfolgten Iraner*innen bei \u2013 ob bei ihren Asylantr\u00e4gen oder bei <strong>drohenden Abschiebungen im Flughafenverfahren<\/strong> \u2013 und fordern einen Abschiebestopp.<\/li>\n<\/ul>\n<div>\n<h2>Omid R.: Gefoltert, weil die Schwester ermordet wurde<\/h2>\n<p>Omid R.* wird im Herbst 2022 vom Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden festgenommen und schwer gefoltert. Er hatte sich zuvor geweigert, die Ermordung seiner Schwester, die am 27. Oktober 2022 w\u00e4hrend der Mahsa-Proteste in Mahabad von den Revolutionsgarden get\u00f6tet wurde, zu verleugnen: \u00bbIch weigerte<br \/>\nmich, dieses falsche Gest\u00e4ndnis abzugeben\u00ab.<\/p>\n<p>Im Juli 2023 gelingt Omid R. die Flucht in die T\u00fcrkei. Dort wird er festgenommen. Nach \u00fcber 60 Tagen Haft wird er mit einem Abschiebungsbescheid in das Lager Agari verlegt, wo er weitere sechs Monate festsitzt. PRO ASYL organisiert rechtliche Hilfe. Schlie\u00dflich kann der Anwalt die geplante Abschiebung in den Iran stoppen. Omid R. reist sp\u00e4ter nach Deutschland\u00a0aus.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h2>Mahdi S.: Schwer verletzt durch Schrot<\/h2>\n<p>Mahdi S.* unterst\u00fctzt im Iran Familien von Hingerichteten und politischen Gefangenen. Im Oktober 2022 schlie\u00dft er sich den Protesten gegen das iranische Regime an. Er berichtet, wie so viele andere, von schwerer Gewalt durch Sicherheitskr\u00e4fte: \u00bbBei einer Demonstration wurde mir aus n\u00e4chster N\u00e4he mit einer Schrotflinte ins Auge geschossen. Ich verlor mein Augenlicht auf der linken\u00a0Seite\u00ab.<\/p>\n<p>Gezeichnet durch die Schussverletzung flieht Mahdi S. in die T\u00fcrkei. Dort wird er inhaftiert, um ihn in den Iran abzuschieben. \u00dcber den internationalen Rechtshilfefonds engagiert PRO ASYL einen Anwalt, der Mahdi S. schlie\u00dflich frei bekommt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h2>NARGES W.: VON ABSCHIEBUNG BEDROHT<\/h2>\n<p>Narges W.* muss bereits 2016 mit ihrer Familie vor dem iranischen Regime fliehen. In der T\u00fcrkei engagiert sich die junge Menschenrechtsaktivistin vor allem in den Bereichen Bildung und medizinische Versorgung f\u00fcr iranische Fl\u00fcchtlinge. Im Oktober 2023 wird sie unter dem Vorwurf, dass sie die \u00f6ffentliche Ordnung und Sicherheit gef\u00e4hrde, verhaftet und in ein t\u00fcrkisches Abschiebelager gebracht. PRO ASYL stellt Narges W. einen erfahrenen Anwalt zur Seite und erreicht ihre Freilassung. Ihr wird ein humanit\u00e4res Visum f\u00fcr Kanada bewilligt.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<h2>Javed N.: Verletzt, bedroht, schutzlos<\/h2>\n<p>Nach dem Tod Jina Mahsa Aminis geht auch Javed N. auf Demonstrationen gegen das Mullah-Regime. Bei gezielten Sch\u00fcssen auf die Demo treffen Javed f\u00fcnf Schrotkugeln im linken Auge. Die Erstattung einer Anzeige lehnen die Beh\u00f6rden ab und bedrohen ihn: \u00bbWir schmei\u00dfen dich in einen Sack und geben deine Leiche sp\u00e4ter bei deiner Familie\u00a0ab!\u00ab<\/p>\n<div>Javed N. flieht in die T\u00fcrkei. Aber auch dort ist er nicht sicher: Er wird in Abschiebehaft genommen. Mit unserem internationalen Netzwerk engagieren wir eine Anw\u00e4ltin und erreichen die Aufnahme von Javed in einem sicheren Staat, wo er die dringend n\u00f6tige medizinische Behandlung erh\u00e4lt.<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/iran\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong>Quelle: PROAYSL<\/strong><\/span><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor zwei Jahren wurde Jina Mahsa Amini im Iran ermordet. Eine gro\u00dfe Protestwelle gegen das Mullah-Regime war die Folge und viele westliche Politiker*innen haben damals gro\u00dfe Worte der Unterst\u00fctzung gefunden \u2013 aber passiert ist wenig. 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