{"id":198,"date":"2014-04-11T06:46:56","date_gmt":"2014-04-11T06:46:56","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=198"},"modified":"2014-06-21T06:50:47","modified_gmt":"2014-06-21T06:50:47","slug":"fluechtlinge-vom-oranienplatz-mit-listen-und-tuecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/fluechtlinge-vom-oranienplatz-mit-listen-und-tuecke\/","title":{"rendered":"Fl\u00fcchtlinge vom Oranienplatz;  Mit Listen und T\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Eine ganze Reihe von Fl\u00fcchtlingen steht nicht auf der Liste des Senats und deshalb auf der Stra\u00dfe. Warum die Namen verloren gingen, ist unklar.<\/span><\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-199\" src=\"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Berlin-Oranienplatz2.jpg\" alt=\"Berlin-Oranienplatz2\" width=\"600\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Berlin-Oranienplatz2.jpg 600w, https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Berlin-Oranienplatz2-300x177.jpg 300w, https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Berlin-Oranienplatz2-92x55.jpg 92w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Wurde bei der Erstellung der Namenslisten der einstigen Oranienplatzbewohner schlampig gearbeitet oder manipuliert? Fakt ist: Nicht alle ehemaligen Bewohner sind in den Listen erfasst, die der Senatsverwaltung vorliegen. Sie haben darum entweder noch kein Bett in einem Heim bekommen oder noch keine Identit\u00e4tskarte, mit der sie sich ausweisen k\u00f6nnen.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Eine Gruppe von rund einem Dutzend Betroffenen kam darum am Donnerstagabend erbost in das B\u00fcro der Integrationsbeauftragten Monika L\u00fcke und forderte eine Unterbringung und Plastikkarten mit dem Identit\u00e4tsnachweis. L\u00fckes Sprecher John R\u00fche best\u00e4tigt den \u201eBesuch, der eigentlich ganz nett ablief\u201c. Es w\u00fcrden sich immer wieder ehemalige Oranienplatzbewohner melden, die nicht auf den Listen st\u00fcnden. \u201eWir kl\u00e4ren das gerade\u201c, sagt er. Am Freitag hatte die taz bereits \u00fcber einen betroffenen Sudanesen berichtet, der jetzt obdachlos ist und sich am Hungerstreik auf dem Oranienplatz beteiligte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Auch die gr\u00fcne Kreuzberger Bezirksverordnete Taina G\u00e4rtner, die lange auf dem Oranienplatz mit den Fl\u00fcchtlingen gewohnt hatte, best\u00e4tigt, dass es eine ihr unbekannte Zahl ehemaliger Platzbewohner g\u00e4be, deren Namen nicht auf den Listen st\u00fcnde. Das betr\u00e4fe sogar einen Sprecher der Gruppe. Die Leute w\u00fcssten nun nicht, wohin.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Der Senat hatte im Januar Verhandlungen mit den Fl\u00fcchtlingen aufgenommen. Dabei waren die Fl\u00fcchtlingssprecher verpflichtet worden, die Bewohner des Oranienplatzes und der besetzten Schule namentlich zu erfassen. Nur wer auf der Liste stehe, sollte von der sozialen Versorgung durch das Land Berlin profitieren. Hintergrund ist die Erfahrung vom November: Da hatte Berlin ein Caritasheim f\u00fcr die Oranienplatzbesetzer zur Verf\u00fcgung gestellt. Einige Pl\u00e4tze waren jedoch von Leuten belegt worden, die schnell aus Hamburg an die Spree gefahren waren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Unter den Fl\u00fcchtlingen hatte es tagelange Diskussionen gegeben, ob man sich wirklich auf einer Liste erfassen lassen sollte. Insbesondere Vertreter aus der deutschen Unterst\u00fctzerszene hatten dagegengehalten. Ihr Argument: Die Liste k\u00f6nnte auch als Vorlage f\u00fcr eine Massenabschiebung dienen. Schlie\u00dflich gab es einen Kompromiss: Liste ja, aber die kommt zu einer Anw\u00e4ltin, nicht zum Senat. Dort wurde sie von einem Fl\u00fcchtlingssprecher am vergangenen Donnerstag wieder abgeholt, als bereits feststand, in welches Geb\u00e4ude die Fl\u00fcchtlinge ziehen k\u00f6nnten.<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\">Taina G\u00e4rtner geht von einem Versehen aus. \u201eDa gab es wohl einen Informationsverlust bei der \u00dcbertragung der handgeschriebenen Listen in Excel-Dateien.\u201c Viele Fl\u00fcchtlinge hingegen, die namentlich nicht genannt werden wollen, wittern eine \u201eManipulation\u201c durch ihre eigenen Vertreter \u201ezwischen der Abholung der Liste bei der Anw\u00e4ltin und der Abgabe beim Senat\u201c. Es sollen, so ihr Vorwurf, Namen entfernt und durch andere ersetzt worden sein. <strong>MARINA MAI<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 12pt; font-family: arial, helvetica, sans-serif;\"><em>Source: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Fluechtlinge-vom-Oranienplatz\/!136647\/\" target=\"_blank\">taz.de<\/a><\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine ganze Reihe von Fl\u00fcchtlingen steht nicht auf der Liste des Senats und deshalb auf der Stra\u00dfe. Warum die Namen verloren gingen, ist unklar. Wurde bei der Erstellung der Namenslisten der einstigen Oranienplatzbewohner schlampig gearbeitet oder manipuliert? Fakt ist: Nicht alle ehemaligen Bewohner sind in den Listen erfasst, die der Senatsverwaltung vorliegen. 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