{"id":1548,"date":"2019-08-07T19:51:08","date_gmt":"2019-08-07T19:51:08","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=1548"},"modified":"2019-08-07T19:51:08","modified_gmt":"2019-08-07T19:51:08","slug":"abschiebung-in-den-iran-bamf-lehnt-antraege-von-konvertiten-reflexhaft-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/abschiebung-in-den-iran-bamf-lehnt-antraege-von-konvertiten-reflexhaft-ab\/","title":{"rendered":"Abschiebung in den Iran Bamf lehnt Antr\u00e4ge von Konvertiten \u201ereflexhaft\u201c ab"},"content":{"rendered":"<p>Fl\u00fcchtlingen aus dem Iran, die zum Christentum konvertieren, droht in ihrem Heimatland oft Verfolgung. Dennoch lehnt das Bamf Asylantr\u00e4ge ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"selectionShareable\">Der fr\u00fchere Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat seine Forderung nach einem Abschiebestopp f\u00fcr iranische Christen bekr\u00e4ftigt. Der Abfall vom Glauben sei nach der dortigen Auffassung strafbar und damit drohe Menschen, die vom Islam zum Christentum konvertierten, die Todesstrafe, betonte er am Dienstag in Berlin. In ein Land, das die Religionsfreiheit nicht garantiere, k\u00f6nne man sie nicht zur\u00fcckschicken.<\/p>\n<div class=\"g g-1\">\n<div class=\"g-single a-1\">\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"selectionShareable\">Kauder sagte, in einem ersten Schritt habe er im Gespr\u00e4ch mit dem Bundesinnenministerium erreicht, dass f\u00fcr die Qualifizierung als Christ das Taufzeugnis ausreiche und sie nicht in Gespr\u00e4chen im Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (Bamf) \u00fcberpr\u00fcft werde. Nach der Sommerpause werde er weiter mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) \u00fcber eine Nichtabschiebe-Vereinbarung sprechen. Das Innenministerium best\u00e4tigte, dass es zu diesem Thema seit Jahresanfang mit dem CDU-Politiker im Kontakt ist. Kauder hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach auf die Situation verfolgter Christen hingewiesen.<\/p>\n<h2>Bamf feflexhaft<\/h2>\n<p class=\"selectionShareable\">Auch die Internationale Gesellschaft f\u00fcr Menschenrechte sieht Handlungsbedarf f\u00fcr den Schutz christlicher Konvertiten. Die Organisation wirft dem Bamf vor, \u201ereflexhaft\u201c fast alle Asylantr\u00e4ge iranischer Konvertiten abzulehnen. Seit der Fl\u00fcchtlingsmigration im Jahr 2015 habe sich die Situation verschlechtert.<\/p>\n<p class=\"selectionShareable\">Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erreichen immer wieder Berichte von Personen, die zum Christentum \u00fcbergetreten sind und denen ihre Konversion im Asylverfahren von Beh\u00f6rden nicht geglaubt wird, wie eine Sprecherin dem \u201eEvangelischen Pressedienst\u201c mitteilte. Im engen Austausch mit dem Bamf trage die EKD solche F\u00e4lle vor und setze sich f\u00fcr faire und individuelle Asylverfahren ein.<\/p>\n<h2>Seehofer gegen generellen Abschiebestopp<\/h2>\n<p class=\"selectionShareable\">Seehofer hatte sich j\u00fcngst gegen einen generellen Abschiebestopp f\u00fcr zum Christentum konvertierte Muslime in den Iran ausgesprochen. Er begr\u00fcndete das damit, dass Asylentscheidungen generell individuell und auf aktueller Erkenntnislage erfolgten.<\/p>\n<div class=\"g g-2\">\n<div class=\"g-single a-7\">\u00dcber den Umgang mit Konvertiten hatte es immer wieder Diskussionen gegeben. Der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm, hatte im April mit dem bayerischen Innenminister Joachim Hermann (CSU) ein Abschiebemoratorium vereinbart, bis eine bundesweite einheitliche L\u00f6sung gefunden wird. Bedford-Strohm machte deutlich, dass auch Konvertiten aus anderen L\u00e4ndern betroffen sind, zum Beispiel afghanische Fl\u00fcchtlinge.<\/div>\n<\/div>\n<h2>22 Menschen abgeschoben<\/h2>\n<p class=\"selectionShareable\">Grunds\u00e4tzlich sei die Lage im Iran f\u00fcr konvertierte Christen enorm gef\u00e4hrlich, sagte die Sprecherin der EKD. Dies betreffe besonders Menschen, die als Konvertiten aus dem Ausland zur\u00fcckkehren, weil sie mit Sanktionen bis hin zur Todesstrafe rechnen m\u00fcssten.<\/p>\n<p class=\"selectionShareable\">Wie viele konvertierte Christen in den Iran zur\u00fcckgekehrt sind oder abgeschoben wurden, wird nach Angaben des Innenministeriums nicht gesondert erfasst. Den Angaben eines Sprechers zufolge sind im vergangenen Jahr 497 Personen freiwillig in den Iran zur\u00fcckgekehrt, bis zum 20. M\u00e4rz dieses Jahres waren es 86. Im Jahr 2018 wurden demnach 22 Menschen in den Iran abgeschoben, in diesem Jahr bis Ende Mai 17. <em>(epd\/mig)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2019\/07\/31\/bamf-lehnt-antraege-von-konvertiten-reflexhaft-ab\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Quelle: MIGazin<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fl\u00fcchtlingen aus dem Iran, die zum Christentum konvertieren, droht in ihrem Heimatland oft Verfolgung. Dennoch lehnt das Bamf Asylantr\u00e4ge ab. &nbsp; Der fr\u00fchere Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat seine Forderung nach einem Abschiebestopp f\u00fcr iranische Christen bekr\u00e4ftigt. 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