{"id":1116,"date":"2016-07-25T15:49:41","date_gmt":"2016-07-25T15:49:41","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=1116"},"modified":"2016-07-25T15:49:41","modified_gmt":"2016-07-25T15:49:41","slug":"notunterkunft-tempelhof-privatsphaere-noch-nicht-in-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/notunterkunft-tempelhof-privatsphaere-noch-nicht-in-sicht\/","title":{"rendered":"Notunterkunft Tempelhof: Privatsph\u00e4re noch nicht in Sicht"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"body\">In der Notunterkunft Tempelhof sollen am Jahresende keine Fl\u00fcchtlinge mehr wohnen. Daran gibt es Zweifel und Fl\u00fcchtlinge protestieren gegen die Unterkunft.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"article first odd\">Am Ende des Jahres sollen in den Tempelhofer Flughafenhangars keine Fl\u00fcchtlinge mehr wohnen m\u00fcssen. Das zumindest verk\u00fcndete Sozialsenator Mario Czaja (CDU) am Dienstag. Nicht nur die Tamaja GmbH, die die Unterkunft betreibt, zeigte sich davon \u00fcberrascht. \u201eWir begr\u00fc\u00dfen es, wenn Menschen aus den Hangars in andere Unterk\u00fcnfte umziehen k\u00f6nnen, und unterst\u00fctzen die bei uns lebenden Menschen dabei, Wohnheimpl\u00e4tze oder eine eigene Wohnung zu finden\u201c, sagte die Sprecherin Maria Kipp. \u201eDie Bewohner sollen in Tempohomes, also Container, umziehen, bei uns stehen aber noch keine\u201c, meinte sie.<\/p>\n<p class=\"article even\">Aktuell leben rund 1.200 Menschen in den Hangars, weitere Hangars werden ausgebaut, sodass dort bis zu 3.000 Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen. Demn\u00e4chst sollen rund 100 bis 150 Menschen aus den Messehallen dort einziehen. Tamaja gehe bisher davon aus, die Unterkunft l\u00e4nger zu betreiben.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Auch Hakan Ta\u015f, fl\u00fcchtlingspolitischer Sprecher der Linken, h\u00e4lt diese Pl\u00e4ne f\u00fcr nicht umsetzbar. Er vermutet viel eher, dass letztlich noch mehr Menschen in den Hangars untergebracht werden. \u201eDie Tem\u00adpo\u00adhomes, in die die rund 6.500 Menschen aus den Turnhallen einziehen sollen, sind noch nicht fertig, und es verz\u00f6gert sich immer weiter\u201c, sagte er.<\/p>\n<h6>Hungerstreik der Gefl\u00fcchteten<\/h6>\n<p class=\"article even\">Laut Senatsverwaltung sollen die Container in Tempelhof erst im November bezugsbereit sein. Ende Juli sollen die ersten beiden Standorte in Alt-Glienicke und Marzahn mit insgesamt rund 1.000 Pl\u00e4tzen er\u00f6ffnen. Urspr\u00fcnglich sollten bereits im Juni Container bereitgestellt werden. \u201eDas ist ohne die Hangars kaum zu schaffen\u201c, so Ta\u015f. In Berlin gebe es zurzeit kaum freie Pl\u00e4tze in Gemeinschaftsunterk\u00fcnften, in letzter Zeit seien auch Familien aus einer Turnhalle nach Tempelhof verlegt worden. \u201eCzajas Ank\u00fcndigung ist Wahlkampf auf dem R\u00fccken der Gefl\u00fcchteten\u201c, sagte er.<\/p>\n<p class=\"article odd\">W\u00e4hrenddessen w\u00e4chst unter den Gefl\u00fcchteten der Protest gegen die Bedingungen in den Notunterk\u00fcnften. Acht M\u00e4nner aus einer Unterkunft in Spandau protestieren seit letztem Donnerstag vor dem Lageso an der Turmstra\u00dfe und fordern einen Platz im Wohnheim. In der Nacht vom Dienstag \u00fcbernachteten sie auf dem B\u00fcrgersteig an der Turmstra\u00dfe und traten in den Hungerstreik. \u201eNach neun Monaten in einer Notunterkunft haben wir das Recht auf Selbstverpflegung\u201c steht auf einem ihrer Plakate, \u201eWir sind im Hungerstreik, bis ihr euch an eure Gesetze erinnert\u201c auf einem anderen.<\/p>\n<p class=\"article even\">Tats\u00e4chlich steht Asylbewerbern nach sechs Monaten ein Platz in einer Gemeinschaftsunterkunft zu, wo sie selbst Essen zubereiten k\u00f6nnen und mehr Privatsph\u00e4re haben. \u201eWir haben morgens unsere Kurse, deshalb brauchen wir Ruhe zum Lernen\u201c, sagte Mohammad Sardar, der Sprecher der Gruppe. Die Unterkunft sei au\u00dferdem sehr schmutzig. Von einem Bekannten, der in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnt, habe er geh\u00f6rt, dass dort Pl\u00e4tze frei seien.<\/p>\n<h6>Chaos vom Lageso geht weiter<\/h6>\n<p class=\"article odd\">\u201eDoch vom Lageso kriegen wir nur gesagt, dass wir zur\u00fcck in die Mertensstra\u00dfe sollen \u2013 oder einen Platz in den Hangars in Tempelhof bekommen k\u00f6nnten\u201c, sagt er. Die Gruppe k\u00fcndigte daher an, ihren Protest fortzusetzen. Ortrud Wohlwend, Sprecherin der Stadtmission, die die Unterkunft betreibt, erkl\u00e4rte, dass auch aus ihrer Sicht mehr Duschen und Toiletten f\u00fcr die Bewohner zur Verf\u00fcgung stehen m\u00fcssten. \u201eEigentlich sollten l\u00e4ngst weitere Duschm\u00f6glichkeiten geschaffen werden\u201c, sagte sie, sie h\u00e4tten dies schon mehrmals beim Lageso angemahnt, aber da bewege sich zu wenig. Die meisten Bewohner h\u00e4tten aber Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Situation und w\u00fcrden sich arrangieren.<\/p>\n<p class=\"article even\">Die rund 30 M\u00e4nner, die vergangene Woche ebenfalls gegen ihre Verlegung aus der Jahnsporthalle nach Tempelhof protestiert hatten, sind inzwischen in einer Notunterkunft im Tempelhofer Weg untergekommen. Diese wird ebenfalls von Tamaja betrieben. \u201eWir haben sie am Mittwoch erst mal aufgenommen, um zu vermeiden, dass sie obdachlos werden\u201c, erkl\u00e4rte Sprecherin Kipp. Bisher habe man ihnen aber nicht zugesichert, dass sie dort auch dauerhaft bleiben k\u00f6nnen. \u201eDas muss das Lageso entscheiden\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p class=\"article even\">\n<p class=\"article even\"><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Notunterkunft-Tempelhof\/!5320826\/\" target=\"_blank\"><strong><span style=\"font-size: 14pt;\">Quelle: taz<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Notunterkunft Tempelhof sollen am Jahresende keine Fl\u00fcchtlinge mehr wohnen. Daran gibt es Zweifel und Fl\u00fcchtlinge protestieren gegen die Unterkunft. &nbsp; Am Ende des Jahres sollen in den Tempelhofer Flughafenhangars keine Fl\u00fcchtlinge mehr wohnen m\u00fcssen. Das zumindest verk\u00fcndete Sozialsenator Mario Czaja (CDU) am Dienstag. 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