{"id":1039,"date":"2016-02-17T14:23:14","date_gmt":"2016-02-17T14:23:14","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=1039"},"modified":"2016-02-17T14:23:14","modified_gmt":"2016-02-17T14:23:14","slug":"fluechtlingsunterbringung-mitreden-heisst-nicht-mitbestimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/fluechtlingsunterbringung-mitreden-heisst-nicht-mitbestimmen\/","title":{"rendered":"Fl\u00fcchtlingsunterbringung: Mitreden hei\u00dft nicht mitbestimmen"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"body\">Die Bezirke seien bei den 60 Fertighaus-Standorten der sogenannten Mufs sehr wohl beteiligt worden, w\u00fcrden aber wohl beteiligen mit entscheiden verwechseln.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"article first odd\">Der Senat bestreitet, die Bezirke bei der Auswahl der Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte nicht beteiligt zu haben. \u201eEs gab Kommunikation\u201c, sagte Senatssprecherin Daniela Augenstein (SPD) nach der Sitzung der Landesregierung am gestrigen Dienstag, \u201edoch Kommunikation bedeutet nicht immer, dass es dabei auch Einigkeit gibt\u201c. Die f\u00fcr gestern geplante abschlie\u00dfende Entscheidung \u00fcber die geplanten 60 Standorte dieser \u201eModularen Unterk\u00fcnfte f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge\u201c, kurz Mufs, soll n\u00e4chste Woche folgen.<\/p>\n<p class=\"article even\">Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) hatte vor einer Woche vor Journalisten die ersten 26 dieser 60 Standorte genannt. Allein 11 davon lagen in den Ostbezirken Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf. Nicht von dort, sondern aus dem Bezirk Spandau, der bei der zweiten H\u00e4lfte der Muf-Standorte im Mittelpunkt stehen soll, kam starker Protest. Drei Stadtr\u00e4te mit CDU-Parteibuch beschwerten sich \u00fcber eine aus ihrer Sicht ungerechte Verteilung \u00fcber die Stadt. Der SPD-B\u00fcrgermeister von Marzahn-Hellersdorf hingehen hatte Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Zahl der Muf-Standorte in seinem Bezirk, die deutlich \u00fcber der in anderen liegt. Insgesamt sollen in den Mufs rund 24.000 Fl\u00fcchtlinge wohnen.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Unabh\u00e4ngig von den konkreten Standorten der Mufs soll der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses am heutigen Mittwoch rund 680 Millionen Euro f\u00fcr die Unterk\u00fcnfte freigeben. Dieser Betrag deckt nach Planungen der Senatsverwaltung f\u00fcr Finanzen auch die Kosten f\u00fcr 30 Containerd\u00f6rfer mit je 500 Fl\u00fcchtlingen. Dabei handelt es sich im Gegensatz zu den Mufs nicht um dauerhafte Geb\u00e4ude \u2013 die Mufs halten als Fertigh\u00e4user angeblich 40 bis 50 Jahre \u2013, sondern um Behelfsbauten, die h\u00f6chstens drei Jahre an der geplanten Stelle bleiben sollen. F\u00fcr sie kommen darum auch Grundst\u00fccke in Betracht, f\u00fcr die mittelfristig schon anderes geplant ist. Durch die verz\u00f6gerte Senatsentscheidung verschiebt sich auch die bereits f\u00fcr Donnerstag geplante Bestellung der Mufs und Container um mindestens eine Woche.<\/p>\n<h6>Abspracheprobleme<\/h6>\n<p class=\"article even\">Jenseits von den Abstimmungsproblemen mit den Bezirken hat auch offenbar nicht ausreichende Kommunikation zwischen den Verwaltungen von Kollatz-Ahnen und Sozialsenator Mario Czaja (CDU) dazu gef\u00fchrt, dass der Senat schon aus formalen Gr\u00fcnden die Standortliste nicht schon beschlie\u00dfen konnte. Gegen Czaja war der Vorwurf laut geworden, er wolle seinen Wahlkreis Kaulsdorf-S\u00fcd\/Mahlsdorf in Marzahn-Hellerdorf frei von Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften halten. Vizesenatssprecher Bernhard Schodrowski widersprach dem am Dienstag. \u201eDa gibt es sehr wohl Unterk\u00fcnfte\u201c, sagte er und nannte konkret ein entsprechend genutztes Hotel. Angeblich war der Vorwurf aber kein Thema in der Senatssitzung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bezirke seien bei den 60 Fertighaus-Standorten der sogenannten Mufs sehr wohl beteiligt worden, w\u00fcrden aber wohl beteiligen mit entscheiden verwechseln. &nbsp; Der Senat bestreitet, die Bezirke bei der Auswahl der Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte nicht beteiligt zu haben. \u201eEs gab Kommunikation\u201c, sagte Senatssprecherin Daniela Augenstein (SPD) nach der Sitzung der Landesregierung am gestrigen Dienstag, \u201edoch Kommunikation bedeutet [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":866,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1039","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news"],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Refugees-in-Camp.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1039","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1039"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1039\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1040,"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1039\/revisions\/1040"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/866"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1039"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1039"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1039"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}