{"id":1022,"date":"2016-02-04T10:53:39","date_gmt":"2016-02-04T10:53:39","guid":{"rendered":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/?p=1022"},"modified":"2016-02-04T10:53:39","modified_gmt":"2016-02-04T10:53:39","slug":"bessere-unterbringung-fluechtlinge-lassen-hotels-boomen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iprberlin.com\/de\/bessere-unterbringung-fluechtlinge-lassen-hotels-boomen\/","title":{"rendered":"Bessere Unterbringung: Fl\u00fcchtlinge lassen Hotels boomen"},"content":{"rendered":"<p class=\"intro\">Der Senat sucht dringend nach L\u00f6sungen, um Fl\u00fcchtlinge schnell und besser unterzubringen &#8211; und best\u00e4tigt Gespr\u00e4che mit einem Hotelunternehmen.<\/p>\n<p class=\"intro\">\n<p class=\"article first odd\">Der Senat will Fl\u00fcchtlinge in gro\u00dfem Ma\u00df in Hotels unterbringen. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) berichtete am Dienstag nach der Senatssitzung, dass die Landesregierung mit einer Hotelgesellschaft verhandele. Weder er noch Senatssprecherin Daniela Augenstein mochten dementieren, dass es um eine Zahl von 10.000 Fl\u00fcchtlingen geht. Eine feste Abmachung soll es noch nicht geben: \u201eWie diese Gespr\u00e4che ausgehen, ist v\u00f6llig offen\u201c, sagte Augenstein.<\/p>\n<p class=\"article even\">Nach Darstellung der Senatssprecherin l\u00e4uft derzeit eine \u201eMarktsondierung\u201c mit Hotels. Die <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung<\/em> hatte unter Berufung auf Senatskreise berichtet, dass der Senat eine 95-prozentige Auslastung garantieren w\u00fcrde. Das Unternehmen \u201eGrand City Hotels\u201c, zu der etwa die Holiday-Inn-Kette geh\u00f6rt, soll ein Angebot von 50 Euro pro Nacht und Fl\u00fcchtling vorgelegt haben.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Das liegt weit \u00fcber dem, was der Senat zahlen will. \u201eWir streben einen Preis von zehn Euro an\u201c, sagte Finanzsenator Kollatz-Ahnen, ohne die 50-Euro-Offerte zu best\u00e4tigen. Er mochte seine Verhandlungsposition nicht als schlecht betrachten, auch wenn die Senatssprecherin zuvor selbst davon sprach, die Landesregierung suche weiterhin \u201eh\u00e4nderingend\u201c Unterkunftsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p class=\"article even\">Betreibern einer Notunterkunft zahlt die Senatsverwaltung f\u00fcr Gesundheit und Soziales nach eigenen Angaben pauschal erst mal 25 Euro pro Person und Tag: 15 Euro f\u00fcr die Unterbringung und 10 Euro f\u00fcr die Verpflegung. \u201eDies ist ein vorl\u00e4ufiger Satz, den wir zugrunde legen, damit die Unterk\u00fcnfte schnell belegt werden k\u00f6nnen. Sobald ein richtiger Vertrag mit den Betreibern geschlossen wird, kann der Betrag auch noch an die Gegebenheiten der Unterkunft angepasst werden\u201c, sagte eine Sprecherin am Dienstag.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Eine Sprecherin von Grand City Hotels (GCH) best\u00e4tigte, dass die Senatsverwaltung f\u00fcr Gesundheit und Soziales die Hotelkette \u2013 neben weiteren Hotelgesellschaften \u2013, angesprochen habe und sie gebeten habe zu pr\u00fcfen, ob sie Fl\u00fcchtlinge bei sich unterbringen k\u00f6nnten. \u201eEs wurde keine Vereinbarung getroffen und es gibt keine Best\u00e4tigung hinsichtlich bestimmter Hotels, R\u00e4ume oder Preise und insbesondere keine Best\u00e4tigung der Zahlen, die zurzeit in der Presse genannt werden\u201c, teilte die Sprecherin mit.<\/p>\n<p class=\"article even\">Kollatz-Ahnen verwies darauf, dass parallel die Planungen f\u00fcr 15.000 Pl\u00e4tze in Wohncontainern und 24.000 weitere in den schon im Oktober angek\u00fcndigten \u201eModularen Unterk\u00fcnften f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge\u201c, kurz Muf, weitergef\u00fchrt w\u00fcrden. Zugleich hatten Senatsvertreter aber auch j\u00fcngst in der Debatte \u00fcber die Nutzung des Tempelhofer Felds noch argumentiert, es gehe nicht um ein \u201eEntweder-oder\u201c, sondern um ein \u201eSowohl-als-auch\u201c.<\/p>\n<p class=\"article odd\">Mit einem \u201eSowohl-als-auch\u201c kann sich auch der Berliner Hotel- und Gastst\u00e4ttenverband (Dehoga) anfreunden. Die Unterbringung von 10.000 Fl\u00fcchtlingen in Berliner Hotels w\u00fcrde dem Tourismus in der Hauptstadt aus ihrer Sicht nicht schaden. \u201eWir haben mehr als ausreichend Kapazit\u00e4t, auch wenn diese 10.000 Betten wegfallen\u201c, sagte Kerstin J\u00e4ger von der Dehoga. \u201eDas kann man absolut kompensieren.\u201c Und f\u00fcr die Hotelgesellschaft sei es attraktiv, Bettenkontingente zu verkaufen, weil das im harten Preiskampf auf dem Hotelmarkt eine Garantie auf eine gewisse Auslastung gebe, sagte J\u00e4ger. Aber auch andere Hotels k\u00f6nnten von einer solchen Absprache profitieren. Fielen 10.000 Betten weg, verteilten sich die Touristen auf die anderen H\u00e4user.<\/p>\n<p class=\"article even\">Bereits Anfang Januar hatte die Sozialverwaltung des Senats durchblicken lassen, dass sie derzeit mit Hotels in Verhandlungen st\u00fcnden. \u201eWir bem\u00fchen uns um gro\u00dfe Kontingente, die wir ohne viel Aufwand belegen k\u00f6nnen\u201c, sagte eine Sprecherin damals. Offen bleibt, f\u00fcr wen die Hotelpl\u00e4tze geplant sind. Derzeit leben rund 10.000 Fl\u00fcchtlinge in Notunterk\u00fcnften in Turnhallen \u2013 wo sie eigentlich nicht dauerhaft untergebracht werden sollten.<\/p>\n<p class=\"article even\">\n<p class=\"article even\"><span style=\"font-size: 14pt;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Bessere-Unterbringung\/!5270923\/\" target=\"_blank\">Quelle: taz<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"intro\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Senat sucht dringend nach L\u00f6sungen, um Fl\u00fcchtlinge schnell und besser unterzubringen &#8211; und best\u00e4tigt Gespr\u00e4che mit einem Hotelunternehmen. Der Senat will Fl\u00fcchtlinge in gro\u00dfem Ma\u00df in Hotels unterbringen. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) berichtete am Dienstag nach der Senatssitzung, dass die Landesregierung mit einer Hotelgesellschaft verhandele. 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